Da ich bei der Erstellung meines alten Blogs einen entscheidenden Fehler gemacht habe, will ich in meinem ersten Artikel zeigen, wie man mit WordPress kinderleicht eine professionell aussehende Webseite erstellen kann. Dazu braucht man keinerlei Vorkenntnisse in PHP, CSS oder ähnlichem.
Es gibt zwar schon ein Menge Artikel zu diesem Thema, viele davon sind aber schon veraltet oder unvollständig. Dieser Artikel enthält alles Notwendige: vom ersten Schritt bis zur fertigen Seite.

Im Grunde braucht man nur drei Sachen:

  1. Einen Webhoster
  2. Eine Domain (Bei den meisten Webhostern schon enthalten)
  3. WordPress

Was ist WordPress?

WordPress ist ein sogenanntes Content-Management-System (CMS). Das ist einfach gesagt eine Software, zum erleichterten Verwalten der Inhalte einer Webseite. Man kann damit seine Webseite frei gestalten.
Mit Hilfe von Themes kann auch das Design, je nach Wunsch, angepasst werden.
Hier sind ein paar Beispiele von zahlreichen, kostenlosen Themes:

Im Gegensatz zu Hompage-Baukastensystemen, wie Wix oder Jimdo, bietet WordPress viel mehr Funktionen. Wenn die Webseite erstmal erstellt ist, ist sie nahezu unbegrenzt erweiterbar. So eignet sich WordPress für alle möglichen Anwendungsfälle, wie z.B.:

  • Webshop einbauen
  • Kunden ermöglichen Datenbanken zu durchsuchen
  • Bezahlten Premium Mitgliederbereich anbieten

Zwei Möglichkeiten WordPress einzurichten

   1. Kostenlos auf WordPress.com

Auf WordPress.com kann man sich kostenlos Registrieren und sofort unkompliziert einen Blog bzw. eine Webseite erstellen.
Bei meinem erste Blog habe ich den großen Fehler gemacht, das so zu machen.
Kostenlos hört sich natürlich erstmal gut an. Aber man merkt schnell, dass es wirklich große Einschränkungen mit sich bringt.
Zum einen bekommt man eine wirklich unschöne Domain mit der Endung wordpress, also z.B.: www.online-rente.wordpress.com. Zum anderen fehlen einem hier viele nützliche Plugins und Bearbeitungsrechte, die man ansonsten kostenlos nutzen kann. Man hat also keine wirkliche Kontrolle über seine Seite.
Will man dann irgendwann doch die wichtigen Plugins nutzen und sich eine eigene Domain zulegen, muss man ein kostenpflichtiges Paket bei WordPress kaufen. Dieses Paket ist dann viel teurer, als wenn man gleich zu einem kostenpflichtigen Webhoster geht!
Wenn man nur einen kleinen Blog führen will, ist dieses kostenfreie Angebot natürlich eine ganz nette Möglichkeit. Aber für jeden der die Absicht hat eine bessere Seite aufzuziehen, würde ich dringend empfehlen es gleich richtig zu machen.

   2. Kostenpflichtige Webhoster

Hat man sich für einen kostenpflichtigen Hoster entschieden, kann man über WordPress.org das Programm kostenlos mit allen Funktionen auf seinen neuen Hoster installieren.
Wenn man jedoch – so wie ich – nicht wirklich Ahnung von Webhosting habt, sollte man darauf achten sich einen „1Click Install“ Anbieter zu holen. Diese installieren, wie es der Name schon sagt, WordPress mit nur einem Klick.
Es gibt eine große Auswahl an möglichen Hostern, bekannte Beispiele sind hier:

  • Webgo
  • STRATO
  • 1&1
  • EVANZO

Welcher der Richtige für dich ist, kommt ganz auf deine Absichten an. Wenn du vor hast etwas größerer aufzuziehen, solltest du auf genug Speicherplatz achten.
Ich habe mich für Webgo Business entschieden, da man gleich 10 Domains inklusive bekommt und der Webspace riesig ist. Bei allen Paketen werden einem die ersten 6 Monate geschenkt.

WordPress installieren

Wenn ihr euch für einen Webhoster entschieden habt, sind es nur noch wenige Schritte bis zur fertigen Seite. Ich werde das hier anhand Webgo zeigen, es sollte aber bei jedem anderen Anbieter auch so ähnlich aussehen.

  1. Ihr loggt euch in euren Webgo Kundenportal ein, geht auf das Menü oben rechts und klickt auf „Domain hinzufügen“.
  2. Hier gebt ihr jetzt eure Wunschdomain an und wählt euren eben abgeschlossenen Vertrag aus.
  3. Nun geht ihr wieder zurück zu eurem Vertrag und geht in den „webgo Webspace-Admin“.
    Hier klickt ihr in der linken Spalte unten auf „Paket-Verwaltung“ und dann auf „1Click Install“.
    Ihr müsst nun auf den Bleistift rechts neben WordPress drücken zur Installation.
  4. Im Folgenden Fenster wählt ihr jetzt unter „Domain“ die davor registrierte Domain aus, um sie mit eurer WordPress Seite zu verknüpfen. Den „Blog-Titel“ könnt ihr auch später noch ändern. Wichtig ist dass ihr euch das Datenbank-Passwort gut merkt.
    Achtet auch darauf dass unten MySQL und NICHT MariaDB ausgewählt ist. Klickt ihr anschließend unten auf „installieren“ wird WordPress automatisch eingerichtet.

WordPress einrichten

Jetzt könnt ihr euch unter euredomainname.de/wp-admin in euren WordPress Panel einloggen und die eigentliche Webseite erstellen.
Links seht ihr dann einen Balken mit verschiedenen Funktionen, hier könnt ihr neue Seiten erstellen, Beiträge schreiben oder Bilder hinzufügen.
Ich werde hier nur kurz die wichtigsten Schritte aufzeigen, die ihr am Anfang beachten solltet.

Theme auswählen

Das schönste zuerst.
Unter Design -> Themes könnt ihr von einer großen kostenlosen Auswahl das Design auswählen, welches euch am besten gefällt.

Du kannst dieses Theme übrigens jederzeit mit nur einem Mausklick wieder ändern und dich für ein anderes entscheiden.
Dabei gehen deine Inhalte nicht verloren, sondern nur das Aussehen ändert sich!

Die wichtigsten Plugins

  • Akismet -> Schützt vor Spam und dient der Sicherheit.
  • Yoast SEO -> Wichtig, wenn man in der Suchmaschine gefunden werden will.

Das ist alles was du tun musst. Jetzt kannst du anfangen, deine Seite mit Inhalt zu füllen. Das wichtigste dabei ist wohl. dass man eine Leidenschaft für das Schreiben entwickelt. Nur so kann der eigene Blog erfolgreich werden.

Im nächsten Artikel zeige ich dann, welche Möglichkeiten es gibt mit der Webseite Geld zu verdienen.