Nachdem wir jetzt wissen, wie man eine professionelle WordPress Webseite erstellt, will ich nun zeigen welche Möglichkeiten es gibt mit dieser Seite nebenbei Geld zu verdienen. Dabei stelle ich zunächst eine allgemeine Definition des Online-Marketings vor und gehe dann auf das Affiliate Marketing ein.

Was ist Online Marketing?

Online-Marketing (auch Internetmarketing oder Web-Marketing genannt) umfasst alle Marketing-Maßnahmen, die darauf abzielen, Besucher auf eine bestimmte Internetpräsenz zu lenken, auf der ein Geschäft abgeschlossen oder angebahnt werden kann. (Wikipedia)

Und so definiert es das Deutsche Institut für Marketing (DIM):

Unter Online Marketing versteht man also alle Maßnahmen, die dazu dienen potenzielle Kunden zunächst auf die eigene Webseite zu bringen. Auf dieser wird dann entweder ein direktes Geschäft (Sale) ausgelöst oder ein Kundenkontakt (Lead) geknüpft.

Zusammenfassend lässt sich sagen, man benötigt folgende drei Dinge um durch Online Marketing erfolgreich Geld zu verdienen:

  1. Umsatzquelle (z.B. Verkauf eines Produktes oder einer Dienstleistung)
  2. Webseite bzw. Internetpräsenz (z.B. Webshop)
  3. Instrumentarien, um auf seine Onlinepräsenz aufmerksam zu machen (z.B. Suchmaschinen)

Das ist eine relativ umfangreiche Beschreibung des Online Marketings, was typisch für wissenschaftliche Definitionen ist. Aus der Sicht eines Unternehmens ist das alles auch gut nachvollziehbar. Ihre online Umsatzquelle kann einfach der Verkauf eines ihrer Produkte sein.

Als einzelne Person ist das jedoch etwas anders. Wenn wir beginnen möchten online Geld zu verdienen, haben wir in der Regel kein Produkt, welches wir verkaufen können. Daher brauchen wir zunächst eine alternative Umsatzquelle.

1. Umsatzquelle: Affiliate-Marketing

Grundlagen des Affiliate-Marketings

Als Webseiten- oder Blog-Betreiber kann man sogenannte Affiliate-Links in seine Seite einbauen. Dieser Link verweist beispielsweise an den Webshop eines Unternehmens. Wenn nun jemand über den Affiliate-Link auf den Webshop geht und dort etwas kauft, erhält der Webseiten-Betreiber eine Vermittlungsprovision.

Durch den speziellen Affiliate-Link mit Partnererkennung weiß das Unternehmen genau von welcher Webseite der Kunde geschickt wurde. Beim Cookie-Tracking wird ein Cookie auf der Festplatte des Besuchers gespeichert. So kann der Kunde noch zugeordnet werden, selbst wenn er das Produkt erst Tage später kauft.

Das Unternehmen, welches für seine Produkte oder Dienstleistungen werben lässt, nennt man den Merchant oder Advertiser.
Der Webseiten-Betreiber, der Werbung für die Produkte des Unternehmens in seine Seite einbaut, bezeichnet man als Affiliate oder Publisher.

Provisionsmodelle

Der Publisher verdient nicht nur wenn der Kunde etwas beim Unternehmen kauft. Auch das erfolgreiche vermitteln eines Kundenkontaktes kann zu einer Provision führen. Welches Vergütungsmodell im einzelnen gewählt wird, ist unterschiedlich und hängt vom Advertiser ab. Die gängigsten Provisionsmodelle sind:

  • Pay per Click
    Hier erhält der Publisher bereits eine Provision, wenn von Besuchern auf den Affiliate-Link geklickt wird. Die Provision pro Klick ist in der Regel jedoch sehr niedrig.
  • Pay per Lead
    Das ist wohl eines der verbreitetsten Vergütungsformen. Man bekommt eine Provision gezahlt, wenn der Kunde Kontakt zum Merchant aufnimmt. Ein Beispiel dafür wäre, wenn der Kunde Werbematerial anfordert oder sich in ein E-Mail-Abonnement einschreibt.
  • Pay per Sale
    Wie am Anfang erwähnt, erhält man hier eine Vergütung, wenn der Kunde über unseren Affiliate-Link etwas beim Händler kauft. Da bei diesem Provisionsmodell das Unternehmen unmittelbaren Umsatz durch unsere Werbung macht, erhält man hier die höchste Provision.

Affiliate Netzwerke

Es gibt nur wenige Unternehmen, die ihr Affiliate-System über eine eigene Plattform abwickeln. Ein gutes Beispiel für ein selbstständiges Affiliate-Programm ist das amazon Partnerprogramm. Dort kann man sich kostenfrei als Affiliate registrieren und Partnerlinks zu Produkten oder ganzen Kategorien erstellen. Kauft jemand dann über deinen Link bei amazon ein, bekommst du ein paar Prozent des Kaufpreises als Provision. (Pay per Sale)

Die Affiliate-Programme der meisten Unternehmen werden jedoch zentral in sogenannten Affiliate-Netzwerken organisiert. Das sind unabhängige Plattformen, die als Vermittler zwischen den Händlern und Affiliates dienen. Sie stellen die Technik zur Messung der Klicks, Leads, Sales etc. bereit. Außerdem sind sie für die finanzielle Abrechnung verantwortlich.

Die zwei größten deutschen Affiliate Netzwerke sind awin und affilinet.
Man kann sich in diesen Netzwerken kostenlos registrieren und muss seine Webseite und Werbestrategie angeben. Damit fungieren die Netzwerke als erster Filter, um die seriosität der Affiliates zu prüfen. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass man schon mit einem einzigen Blog-Eintrag für fast alle Partnerprogramme zugelassen wird.

Vorteile des Affiliate-Marketings

Als Affiliate verkauft man also keine eigenen Produkte. Man dient als Vermittler zwischen Unternehmen und potenziellen Kunden. Das bietet viele Vorteile:

  • Man hat keine Kosten im Voraus, wie etwa bei der Herstellung von eigenen Waren.
  • Man hat eine unendlich große Vielzahl an Produkten, für die man ohne Risiko werben kann. So kann man sich die besten Produkte der Unternehmen aussuchen und daran mitverdienen.
  • Man kann sein Werbeangebot sehr schnell und flexibel an die Kundennachfrage anpassen. So kann man sich bei neuen Trends kurzerhand neu positionieren.

Auch aus der Sicht des Händlers bietet diese Marketingform einen entscheidenden Vorteil. Da man beispielsweise beim Pay per Sale dem Affiliate nur dann eine Provision zahlt, wenn der Kunde tatsächlich etwas einkauft, sind die Kosten immer an Erträge gekoppelt. Das heißt, im Gegensatz zur klassischen Werbung, hat man niemals Kosten ohne messbaren Erfolg.

2. Internetpräsenz

Wie schnell man eine Webseite erstellen kann, habe ich im letzten Artikel ausführlich beschrieben. Affiliate-Links in seine Website oder seinen Blog einzubauen, ist die wohl verbreitetste Methode beim Affiliate-Marketing.

Mittlerweile gibt es jedoch auch andere Möglichkeiten. Allen voran natürlich die sozialen Medien wie Facebook, Twitter, Instagram usw. Das Social Media Marketing hat in den letzten Jahren an immer mehr Bedeutung gewonnen.
Unternehmen und Affiliates nutzen die sozialen Netzwerke um ihr Publikum besser zu erreichen. Durch die ganzen Vorlieben (Likes), die jeder auf diesen Medien angibt, können sie ihre Zielgruppen sehr genau eingrenzen und gezielte Werbung schalten. Das macht Social Media Marketing viel effektiver und kostengünstiger als traditionelle Marketingmethoden. Wenn man mal darauf achtet, bemerkt man erst wie viele Affiliate Links und personalisierte Werbungen in den sozialen Medien sind. Hier mal ein Beispiel von meiner Facebook Pinnwand:

Doch es gibt noch weitere Wege seine Links an den Mann zu bringen. Vor ein paar Tagen erst habe ich von einem Typ gelesen, der 4 Millionen Euro Umsatz durch seine E-Mail-Liste macht. Das zeigt, dass ein E-Mail-Newsletter schon als Internetpräsenz reichen kann.

Das gute an Social Media Marketing und E-Mail-Marketing ist, dass es nicht nur als Online-Präsenz dienen muss. Es kann gleichzeitig noch als Instrument gesehen werden, um die Bekanntheit der eigenen Webseite zu steigern.

3. Instrumentarien

Affiliate-Links in seine Webseite einzubauen geht sehr einfach und schnell. Um damit aber auch Geld zu verdienen, braucht man erstmal ausreichend Besucher. Es gibt eine Reihe an Instrumentarien, um auf seine Webseite / Internetpräsenz aufmerksam zu machen.

Eine Möglichkeit ist es kostenpflichtige Werbung zu schalten. Der große Vorteil daran ist, dass man schnelle Resultate in Form von Besuchern und Klicks sieht.
Es kann beispielsweise Banner- oder Pop-Up-Werbung auf themenverwandten Blogs eingesetzt werden. Auch Google AdWords ist hier eine beliebte Maßnahme. Allerdings kostet jeder Klick bares Geld und vom Besucher deiner Webseite bis zum Kunden, der über dein Affiliate-Link etwas kauft, ist es ein weiter Weg.
Daher sollte man bei kostenpflichtiger Werbung immer etwas vorsichtig sein und seine Seite soweit optimiert haben, dass die meisten Besucher auch Provision einbringen. Das heißt die conversion rate muss ausreichend hoch sein, damit es sich lohnt.

Deswegen ist es meiner Meinung nach umso wichtiger sich erstmal um die kostenlosen Maßnahmen zu kümmern. Ich werde hier nur ganz kurz auf die Suchmaschinenoptimierung [engl.: Search engine optimization (SEO)] eingehen. Im Grund geht es darum, dass die eigene Seite möglichst weit oben beim Ranking der großen Suchmaschinen erscheint. Immerhin sind Suchmaschinen die wichtigste Traffic-Quelle für jede Webseite. Es ist es also leicht verständlich, dass SEO so überaus wichtig ist.
Diese Thema füllt aber ganze Bücher und ist im ständigen Wandel. Deswegen werde ich es hier nicht weiter ausführen und es zum Hauptthema meiner nächsten Artikel machen.

Fazit

Online Marketing ist eine durchaus seriöse Möglichkeit im Internet Geld zu verdienen. Das gilt sowohl für Unternehmen, als auch für Einzelpersonen.

Mit Affiliate-Programmen ist es möglich Einnahmen zu erzielen, ohne selbst Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen. Diese Form besitzt viel Potential und zahlreiche Vorteile. Wenn man genügend Traffic und die richtigen Affiliate-Links auf seiner Webseite hat, kann man nebenbei sehr viel Geld verdienen.

Es gibt eine Reihe an Instrumentarien, um die Besucherzahlen der eigenen Webseite zu erhöhen. Da die größte Traffic-Quelle für Webseiten Suchmaschinen sind, ist die Suchmaschinenoptimierung einer der wichtigsten Maßnahmen.

Hier nochmal eine Übersicht der einzelnen Teilgebiete:

Das war natürlich eine sehr oberflächliche und theoretische Betrachtung der Thematik. Wie gesagt, werde ich mich in meinen nächsten Artikeln mit der Suchmaschinenoptimierung beschäftigen. Ich möchte verschiedene Techniken des SEO auf die Probe stellen und bin auf die Ergebnisse gespannt.